Inzwischen kennen mich ja viele unter dem Namen Velobeizli, nicht nur vom hören sagen, sondern weil sie selbst regelmässig bei mir einkehren. 2002 wurde ich von der Familie Utzinger zum Velobeizli gemacht und ich muss sagen, es gefällt mir immer noch, all die vielen Gäste willkommen zu heissen.
Bis im Jahre 2001 führte ich ein gemächliches Dasein. Mein Inneres wurde zur Lagerung von verschiedensten Gartengeräten und Sonstigem benutzt. In meinen jungen Jahren war das schon mal anders. Da brannte der Urgrossvater von Daniela und Susanne Utzinger, Gottfried Brändli, z.B. Schnaps in den zwei damals noch vorhandenen Öfen, wobei mir auch mal zu heiss wurde und meine Balken Feuer fingen.
Dann wuschen eine Zeit lang auch die Frauen von Oberhöri ihre Kleider und Stoffe an meinen Trögen. Ich überstand auch diese hitzigen Tage praktisch unversehrt. So konnte ich weiterhin meinem Umfeld dienlich sein, nun als Geräteschuppen. Elsa und Albert Brändli benötigten für ihren grossen Garten eine Vielzahl an Hacken, Schaufeln, Töpfen usw, die sie in meinem Innern lagerten. Der schöne und heute wieder verwendete Wagnerhobelbank, alte Fahrräder und noch vieles mehr fanden mit der Zeit auch ihr Plätzchen. |
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Dann, anfangs 2002, war es schlagartig vorbei mit meinem Dornröschenschlaf. Die Familie Utzinger kam auf die Idee, hier das inzwischen weitum bekannte Velobeizli ins Leben zu rufen. Sie wollten den Radlern, Wanderern, Skatern, kurz, allen, die auf dem Glattuferweg an Wochenenden etwas Erholung suchen, die Möglichkeit bieten, sich bei einem kühlen Getränk und bei selbst gemachten Köstlichkeiten zu stärken und zu erholen. Also leerten sie meinen Bauch, entfernten meine morsche Lehmwickeldecke und säuberten meine Wände; ihr könnt euch ja vorstellen, wie viel Staub dabei aufgewirbelt wurde.
Den alten Wagnerhobelbank wandelten Utzingers kurzerhand zu einem Tisch um und das alte Konsumbuffet dient heute als farbige Theke im Velobeizli.
Ansonsten haben sie mein Aussehen nicht gross verändert. Am 9. Mai 2002 war es dann soweit und meine Umgebung und mein Inneres beleben sich seit dem Tag regelmässig an schönen Wochenenden von Frühling bis Herbst. |
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Ich geniesse die Bewunderung der vielen Gäste für mein natürliches Aussehen und freue mich, dass ich ihnen zusammen mit der Familie Utzinger etwas Erholung bieten kann. Ich habe vor, noch viele Jahre so aktiv zu bleiben und hoffe natürlich, euch ab und zu hier auf einen kleinen Schwatz zu treffen.
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